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Renate Langgemach
Septembermeer
Roman

ISBN 978-3-943446-83-8
150 Seiten
18,00 € D/A/CH

Autorin
Renate Langgemach, geboren 1947, war Lehrerin an Schule und Universität, bevor sie sich ganz dem Schreiben zuwandte. Sie veröffentlichte Gedichte und Kurzgeschichten. In der Edition Contra-Bass veröffentlichte sie nach ihrem Debüt 2012 „Geh du nach Süden“ 2016 den zweiten Roman „Doppelter Frühling“ und im Jahr 2017 den Roman „Schnee hinter den Augen“. Sie lebt und arbeitet in der Nähe von Hamburg im Wendland.

www.renatelanggemach.de

Inhaltsbeschreibung
Helens Reise ins Alter beginnt: Ihr Berufsleben ist vorüber, sie streift durch Cafés, sucht nach Menschen, nach neuen Erfahrungen. Dabei trifft sie auf Malte, mit dem sie vor Jahren tanzte, wild und leidenschaftlich, den sie liebte, der aber unerreichbar blieb – und immer noch war er 15 Jahre jünger als sie! Als er eines Tages vor ihrer Tür steht und fragt: Kannst du deine Tasche packen?, folgt sie ihm. Eine Reise ans Meer beginnt, die Liebe flammt erneut auf – und findet ein abruptes Ende. Helens Liebe aber zum Meer, seiner Unbeugsamkeit, Freiheit und Weite bekommt Aufwind.
Desillusioniert begegnet sie wenig später Simon, verwitwet, gleichaltrig, belesen. Sie haben dieselben Fragen an das Leben, er ist bereit für sie, sie hingegen nimmt sich eine Auszeit auf ‚ihrer‘ Insel im Atlantik, diesem Sehnsuchtsort, der ihr zeigt, wie jung sie noch sein kann, der alte Wunden heilt und die Tür zu Simon öffnet.
Ein Entwicklungsroman ins Alter: Geschrieben zugunsten dessen, was im Älterwerden machbar und möglich ist, was verloren und was gewonnen wird. Eine Erzählung um die Liebe herum, den Etappen, in denen sich Helen ihrem Alter stellt mit dem Wunsch: Ich möchte alt werden ganz auf meine Weise.
Leseprobe

Am dritten Tag ist er wieder da. Nickt zur Begrüßung, steuert auf meinen Tisch zu, mein Was fällt dem denn ein kommt zu spät, er setzt sich und sagt, ich werde Ihnen Ihren Schmerz nehmen.
Kühn, sage ich. Schmerz nehmen und Schmerz geben ist nah beieinander.
Caro lächelt. Ich nicht.
Wundere mich stattdessen über meine Wortkombination und denke, von welchem Mond kommst du, fremder Mann? Weißt du nicht, was mein Schmerz mir gibt?
Dann besinne ich mich, gebe den Erstwiderstand auf, wende mich meinem Tischherren zu, mir den Schmerz nehmen, frage ich, wie denn das? Können Sie zaubern?
Ich werde ihn heilen!
Einfach so?!
Ja, sagt er, beugt sich vor und nimmt meine Hände.
Dem Zugriff erliege ich wie einem Weichmacher, unser Gespräch beginnt.
Ich erfahre, dass er ungefähr so alt ist wie ich, Simon heißt, ich bin Helen, sage ich, er sagt, dass er seine Frau verloren hat und aus der Psychologie kommt, Hort der Gefühle und Probleme. Hört sich perfekt an.
Das Thema, das ich am ersten Tag eher aus Abwehrgründen über den Tisch geschoben hatte, bleibt. Die kranke Schulter, das Ziehen im Knie, Wehwehchen wie an tausend Kaffeetafeln mit Seniorenstatus. Hinzu kommen Worte über den Trennungsschmerz, den der Unwissenheit, der bitteren Erfahrung und den Schmerz als Aufbrecher, Klärer, Hallo-Wach.
Wir haben ihn wie Ping-Pong-Bälle zwischen uns hin und her geworfen, am Schluss waren wir uns einig, dass der Schmerz ein unerwartetes Sprungbrett zum Glück sein kann und die Neigung, ihn auslassen zu wollen, zu einer Verflachung der Le-benskurve führt.
Nach unserer Tirade greifen wir zu den Petits Fours, die auf dem Teller vor uns stehen, Malte und meinen Liebesschmerz erwähne ich nicht.

Beim nächsten Gespräch ist Kindheit unser Thema. Simon fragt, ich wehre mich zwei Minuten lang, dann stellen wir fest, beide haben wir Kriegsreste im Gepäck, Eltern vollbeschäftigt mit Verdrängung und Wiederaufbau, die Deutsche Mutter eher kühl und rigide, wir Kinder ohne Plastik-Rüsch im Spielzeug-kasten, statt Play-Mobil und Barbie war Improvisationstalent gefragt. Einkaufen ging es um den Block mit Butterdose und Milchkanne, unbegleitete Freiräume auf Straßen, Hinterhöfen, Schulwegen und Trümmerplätzen, Kippel-Kappel, Murmeln, Geschichtenball und Versteck in Kasematten, den Schächten vor den Kellerfenstern.
Unser Herkunftszuhause wird zur Näheschmiede.

Als Simon von Ausflügen in seine fränkische Kinderstube an-fängt, diesem Wärmepolster für das ganze Leben, in das man ihn verschickt hat, sage ich, ich habe Lazarett dagegen zu bieten – das wurde bisher von mir ausgeblendet, nie so lapidar und unumwunden erwähnt.
Kälteschüssel, sage ich.
Simon nickt. Wartet.
Da waren Kasernenkammern und Krankensäle für verwundete Soldaten, die wieder aufgepäppelt werden mussten. Die vor dem Krieg sehen konnten und nach dem Krieg nicht mehr. Da bin ich auf die Welt gekommen. Weil meine Mutter meinem Vater hinterhergeflohen ist.
Flucht, sagt er?
Schwarz über die Grenze hieß das damals. So gut wie nichts in den Taschen und kein Zurück.

Dunkel sind Simons Augen.
Seine Hände tun mir gut.
Wie war das für Sie?, fragt er.
Ich schaue Simon an. Aus welchem Grund erzähle ich das al-les? Dem Mann, der weiß, wie man sich gestrandeter Seelen annimmt. Sie im schlechtesten Fall in sein Boot zieht und sich falsche Bilder macht. Ich gehe vom guten Fall aus, gestehe, dass ich mit dem Köfferchen loswollte, am Wachposten vorbei durch den Kasernenzaun. Dass auf dem Weg zum Bahnhof jemand mich Ausbrecherin erkannt hat. Die Kleine gehört doch ins Lager, so sagten die Leute.
Da gab es eine Gemeinschaftsküche mit Ofen-Herd und Hand-stein, für uns ein Zimmer und kein anderes Kind. Man hörte die Rufe der Männer. Frauen waren selten. Meine Puppe und ich im Laufgitter.
Simon hört mir zu, als läse er in einer Kugel. Drama, therapie-evident.
Am Schluss fragt er, ob er mich nach Hause begleiten darf. Ich nicke. Wir verlassen das Café gemeinsam, Caro staunt.

Simon kennt die Straßen nahe der Buchbar. Sagt, er wohnt seit Kurzem in dieser Gegend und dass es ihm hier gefällt. Er sagt auch: Kindheit ist nicht nur eine gepolsterte Wiege.
An meiner Haustür richtet er seinen Schal wie eine Krawatte, schluckt, stellt sie dann, die Frage nach dem letzten Drink. Etwas in mir will allein hochgehen. Allein dem hinterher-schauen, was heute war. So, wie ich es gewohnt bin.
Es ist zu unvorbereitet, sage ich.
Ja dann, sagt er.
Kuss und anderes deplatziertes Gehabe lässt er aus.

Ich drehe meinen Sessel zum Fenster, als ob Simon auf der Straße vorbeigehen könnte. Nichts weiß ich von diesem Mann, außer dass er sich langsam bewegt, eilig in meine Geheimnisse schleicht und schnell von dem in meinem Leben erfahren hat, was bisher wie ein stummes Paket in der Abseite stand.

Auf Malte hatte alles in meinem Körper gewartet, sich bereit gemacht tage- und wochenlang, nichts hätte Nein gesagt zu diesem undurchschaubaren Mann, der ausschließlich seinen Spuren folgte. Der mich hochhob auf dem Eis und den Himmel am Abend nicht sinken ließ. Immer Tag. Immer Aktion.
Soll dich ein älterer Herr aus meinen Gedanken räumen?
Du antwortest nicht. Natürlich.

Ich bin noch in Form. Wenn ich die Arme hochrecke wie Charlotte Rampling mit zweiundsiebzig auf einem Nacktfoto, sieht alles gut aus. Bloß gehören hochgereckte Arme nicht zu meinem Standard-Programm.

Wann denn fängt alt an?
Wenn du müde wirst, weil du einen Gedanken nicht mehr er-fasst, der eben noch da war. Wenn dir das erste Mal in der U-Bahn ein Platz angeboten wird. Wenn du deine Gardinen nicht mehr zu waschen schaffst und deine Fenster zu putzen. Dir die Namen, die du sagen willst, erst einfallen, nachdem es vorbei ist. Alles in dir sich gegen die Musik und die Enge im Kaufhaus wehrt, die aufflackernde Werbung am Bildschirm. Wenn man dich an deinen Händen erkennt und du ahnst, warum feine Frauen auch im Sommer Handschuhe tragen. Kulturen zu be-neiden beginnst, in denen das Alter geschätzt wird, das Wort und die Würde der Alten, sie an ihren Arbeitstischen sitzen auch mit achtzig, weben, schneidern, Seidenstoffe bedrucken und wissen, was sie tun. Wenn du nachts schlaflos bleibst. Morgens minutenlang krümmer gehst als du bist, dich über gelungene Kniebeugen freust und die Hände vor deinen Füßen auf dem Boden. Die Sprechzeiten deines Arztes auswendig kennst und meinst, einen neuen Wintermantel zu kaufen lohnt nicht mehr. Wenn du froh bist, dass deine Wohnung ebenerdig liegt und du zu Fuß deine Läden erreichst. Und das Wort Freude zu verstehen beginnst, das Wort Liebe neu definierst als Raum, der zehnmal größer ist als du.

Ich weiß nicht, was von den Alten noch zählt außer großzügige Großmütter und ein paar Despoten, die mit achtzig noch Präsident werden und von den Tellern ihrer Berater löffeln. Alter und Tod sind ausgesperrte Ingredienzien des Lebens. Man hat nicht einen Moment lang zu glauben, dass der Tod auch ein Anfang ist und mühseliges, schmerzvolles Sterben keine Pflicht.
Simons und mein Schmerzkompendium war unkompliziert, amüsant und fast intim. Zwei Leute gleichen Alters im Zustandsabgleich, Inventur mit Echo.
Malte und solche Themen, unvorstellbar.

Mein Alltagszimmer ist ordentlich, hell und besuchsbereit – eine überkommene Regel – mein Schlafzimmer liegt zum Innenhof, baumbeschattet. Ein Bild von Malte steht auf dem Nachttisch. Mein Arbeitszimmer – überholte Bezeichnung, steuerlich nicht mehr absetzbar – dient zum Bügeln, Basteln, Vorsortieren und bleibt geschlossen. Küche und Kühlschrank halte ich bestückt, vom Küchentisch aus sieht man die Tankstelle mit Autowerkstatt, in der Ferne das Einkaufszentrum, in der Gegenrichtung einen Flussarm und die kleinen Geschäfte.
Da gehe ich hin. Lasse mein Grau kürzer stutzen, kaufe ein Kleid, einen neuen Lippenstift. Apart, könnte man sagen, die Buchtasche mit verstecktem Erwartungsfieber und ich.

Caro hebt die Augenbrauen, als ich die Tür aufmache, schick siehst du aus, sagt sie. Und? Wie ist er?
Niemand sitzt im Café. Ich lege Buch und Tasche auf meinen Tisch, hole mir Süßzeug mit rosa Überzug, antworte nicht auf ihre Frage, spiele Als-ob-Lesen bis die Tür aufgeht und der Herr von gestern kommt. Er setzt sich. Sagt guten Tag. Sagt, du siehst gut aus. Ich lächle über das Du, das sich hiermit ein-schleicht, denke an mein verlängertes Morgenritual für diesen Moment und merke, dass ihm mein Putz nicht entgangen ist. Er holt uns Sandgebäck im Muschelkleid, fein und duftend, Alltagsthemen umschiffen wir, tasten uns vor zu unserer Tasse Tee mit den Madeleines, die unter Umständen zu Glücksgefühl und Weltverbundenheit führen können.
Wir gelangen zum Thema Zeit, die im Alter unfassbar schnell verrinnt, zu den besten Gedanken von Proust und auf Umwegen zu der Tatsache, dass man sich Zeit nimmt in der französischen Küche. Die auf der anderen Seite der Grenze lassen sich nicht mit Bienenstich und Kartoffelbrei abspeisen und den Resten des Marktes. Pour la bonne cuisine stehen täglich zwei Stunden zur Verfügung, und im einfachsten Fischerdorf gibt es Austern und charmanten Keks.
Wir prosten auf die Biskuits und die verlorene Zeit, ich mit meiner tiefsinnigen und zu verschweigenden Frankreich-Liebe, Simon mit perfekter Kenntnis von Paris.

Als er gegangen ist, hole ich mir noch einen Tee.
Und, fragt Caro, die unser Techtelmechtel mit Interesse verfolgt.
Es geht gut, sage ich. Der Mann berührt meine Themen, lockt erstaunliche Sachen hervor. Heute ist er wie mit sicherer Hand auf Frankreich gestoßen.
Tja, der ist eben geübt als professioneller Frager.
Sie lächelt vor sich hin, reicht mir noch eine Madeleine mit umwerfendem Duft, Dinge sprechen sich herum!
Ich grinse zurück, hast recht.
Und denke, für Herren mit Fragetalent kommt deine Bar wie gerufen.
Und wenn ihr Gehänsel übers männliche Geschlecht nicht so gepfeffert wäre, hätte auch Joe schon längst von Simon erfahren. 

An einem der nächsten Treffen bei Caro sagt Simon, er würde unsere Plauderei zu Buch, Kuchen und Lebensfragen gern als Vorspeise betrachten und mich in ein Lokal einladen. Die Küche sei gut, ein Tisch schnell bestellt. Ich wiege den Kopf, übergehe mein WiderstandsMantra, Neugier legt sich über Vorbehalt, nun denn, sage ich.
Er steht auf, telefoniert, ich hole meinen Mantel und steige in sein Auto, diese vorübergehende Nähezelle. Seine Hände liegen am Steuer, er schweigt, das Fahren braucht seine ganze Aufmerksamkeit, ich gucke mit.
Es geht Richtung Elbe, in Maltes und mein Revier. Zum Glück hält Simon im Hafenbereich, Cosco Shipping und Kräne gegenüber, nicht in den Baumalleen am Hochufer. Wir treten ein, die Speisekarte ist ausgesucht, wir bestellen Fisch, jeder einen anderen, Erwartungspegel hoch und unstet.
Auch beim Essen bleibt es still, genießen und reden zugleich gelingt mir nicht mehr, sagt Simon. Ich halte mich an die Spiel-regel, denke an Arnos Grete, die sich auf Nimmerwiedersehen an einer Gräte verschluckt, seziere meinen Fisch und Simons Augen.
Mit braunen Augen kenne ich mich nicht aus. Habe öfter in helle geschaut. Helle Augen verändern ihr Licht. Verschatten. Strahlen auf. Vergrauen. Öffnen das Feld. Und ziehen es wie-der zusammen. All das kann ich deuten. Bei Simons Augen sinke ich in ein dunkles Tal. Sie sind ruhiger als andere. Un-durchdringlicher. Warm. Oder ganz kalt. Wie Gedeck-Augen. In dem Film mit der Wand, die sich vor ihre Augen zieht.
Ich forsche, was in Simons Augen wach wird, wenn sie meinen begegnen. Ob etwas in Freude kippt oder in Sorge.

Unserem Fisch folgt Wein, dem Wein Dessert, dem Dessert Wein, ich trinke selten, ein feiner Nebel überzieht mich.
Simon erläutert, wie treffend die Weinsorten auf die Menüfolge abgestimmt sind, redet über kleine Fluchten, symbolisch und real, Miniausbrüche aus dem Alltag, da würde ich einsteigen, wenn mein Kopf klarer wäre, und über die Einsamkeit. Es sterben Freunde weg, die Frau, die Eltern sowieso, lass uns jetzt nicht vom Tod reden, sondern vom Leben, sage ich, einsam fühle ich mich nicht. Simon hakt nach.
Gut, gebe ich zu, das Getöse um Verabredungen gegen die Leere kenne ich auch. Ich bin kein Gruppenmensch, kein Kir-chenchor, kein Pilates für Senioren, keine Proben für den Kon-takthof fünfundsechzig plus, der Beruf mit allem, was dazu gehört, ist passé, da kann es schon einsam werden.
Er nickt. Dieses Terminieren wegen Begegnungszwang.
Dann sagt er wie aus dem Off: Du magst doch die Elbe?
Die Elbe, französische Vorlieben, er grast in Gebieten, von de-nen ich ihm nichts erzählt habe, nun denn, er hat eben seine Informantin.
Auf jeden Fall kennst du dich damit aus, sagt er.
Ja. Sicher.
Wäre es nicht großartig, einmal an der Elbe aufzuwachen? Sonnenaufgang am Fluss. Frühstück am Fluss.
Träumer, sage ich.
Wieso? sagt er. Alles stünde bereit. Und Auto fahre ich heute nicht mehr. Der Wein war zu gut.
Aha, daher weht der Wind!
Es gibt hier ein paar Zimmer, setzt er fort. Geheimtipp sozusagen. Spricht etwas dagegen?
Nichts, sage ich. Das Ganze hat nur einen Haken: Wir kennen uns kaum.
Das wird sich ändern, antwortet er.
Er ist offensiv auf feine Weise, seltsam forsch und schon in der zweiten Runde, wo ich noch in der ersten stecke.
Es geht nicht einfach so, kommt mein Abwiegeln.
Den ganzen Rest, dass ich nicht weiß, wie ich mit seinem verlockenden und verwirrenden Angebot umgehen soll, dass ich will und nicht will, dass ich es sogar klug finde, zwei Fremde auf unbekanntem Terrain und keine/r wird in den eigenen Zimmern entblößt – sage ich nicht, sondern:
Ich habe nichts dabei, keine Nachtkrem, kein Hemd …
Er lächelt. Sorg dich nicht darum.
Ich sehe Abenteuerlust in ihm wachsen und die Überzeugung, dass er es schafft. Meine Hände hält er, dieses Berührungsfeld habe ich ihm gelassen, nagelt mich auf mein Vorbereitet-Sein-Wollen fest, auf meine Unbeweglichkeit … sollten wir nicht auf alles vorbereitet sein mit zunehmenden Jahren? Er ahnt von der unwürdigen Alten, diesem Teil meiner Gedankenwelt. Schließlich kippt meine Waage zum Abenteuer hin, wir einigen uns in unserer Weinseligkeit auf ein Zimmer mit Aussicht und auf den größtmöglichen Respekt, es wird schon nicht in einem Mordfall enden.