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Der Edition Contra-Bass wurde im Herbst 2010 in Hamburg gegründet. Die Geschäftsführung ist in Südfrankreich. Sie wird geleitet von Gerd Stange und Astrid Schmeda.
Gerhard Stange hat Romanistik und Linguistik studiert, er ist Übersetzer und machte einige Jahre die Redaktion des Lehrerinnen- und Lehrerkalenders im Anabas-Verlag.
Astrid Schmeda ist Schriftstellerin, sie hat Romane und Erzählungen veröffentlicht und für den Lehrerkalender im Anabas-Verlag geschrieben.
Wir arbeiten mit freien Lektoren zusammen.

Contra-Bass
Die tiefen Bass-Töne stehen für unsere Vorliebe, den Dingen auf den Grund zu gehen, der Leichtigkeit und der Fantasie eine Basis zu geben, für unser Streben nach Tiefe und Hintergrund.
Gegen den Strom der Meinungsfabriken, der Konsumverlockungen, des Karrierewetteifers, der Naturzerstörung und des Fortschrittsdiktats zu schwimmen, ist unser Anliegen.
Deshalb wollen wir Bücher machen, die Menschen zum Fühlen und Denken anregen, zum Austausch und zur Diskussion.
Wir veröffentlichen Romane und Erzählungen (Belletristik), sowie Sachbücher zu Politik, Philosophie, Pädagogik, Psychologie/Psychotherapie. Da wir nicht nur Schriftsteller und Übersetzer sind, sondern auch Pädagogen und Psychotherapeuten und lange Zeit in der Erwachsenen-Bildung gearbeitet haben, sind das Bereiche, die uns interessieren und von denen wir etwas verstehen.
Wir geben ein- bis zweimal im Jahr Kritische Hefte mit dem Titel Signe de Vie (Lebenszeichen) heraus mit Texten über aktuelle und uns wichtige Themen aus den oben genannten Bereichen.

Wir leben in zwei Kulturkreisen, Frankreich und Deutschland. In Frankreich setzen wir uns mit den verschiedenen Aspekten der Mittelmeer-Kultur auseinander, zu der auch Nordafrika gehört. Unser Schwerpunkt ist, außer der deutschen, die französische Literatur und Kultur.

Das Thema Emanzipation bestimmt als Grundton unsere Veröffentlichungen: Sich zu befreien von Zwang, Macht und Unterdrückung in zwischenmenschlichen Beziehungen und gesellschaftlichen Strukturen. Triebkraft unseres Interesses ist der Wunsch nach freiheitlicher Entwicklung in Autonomie und Selbstbestimmung.
In der Pädagogik interessieren uns Ansätze emanzipatorischer Erziehung, Auseinandersetzungen über Kindergärten und Schulen, in denen es um die Entwicklung von Individualität, Eigenständigkeit und kollektiver Verantwortung geht.
In der Politik beschäftigen wir uns mit Projekten solidarischer Ökonomie, die das Gleichgewicht zwischen Individuum und Kollektiv und Auswege aus dem Wachstumsdenken suchen, sowie mit Ansätzen basisdemokratischer Strukturen, die der Herrschaft über Menschen die Stirn bieten.
Wir unterstützen eine Philosophie, die sich mit den Grundbedürfnissen des Menschen und des gesellschaftlichen Zusammenlebens beschäftigt und sich unabhängig versteht von herrschenden Eitelkeiten und ökonomischen Interessen.
In der Psychologie und Psychotherapie setzen wir uns mit einer körperorientierten, ganzheitlichen Theorie und Praxis auseinander, die nicht die konfliktlose Wiedereingliederung ins Bestehende zum Ziel hat.
In der Literatur geht es uns um die Person in ihrer Zeit, um eine kritische Sicht auf zwischenmenschliche Beziehungen in Geschichte, Umwelt, Gesellschaft, um die Wahrnehmung von sozialen und psychologischen Zusammenhängen, um das Politische im Privaten und das Private im Politischen.

Bücher sind die Würze des Lebens, für manchen sind sie sogar der Sinn. Da tatsächliche, sinnliche Bücher in der Hand zu halten und zu lesen aus der Mode zu kommen scheint, setzen wir darauf, sie wieder populär zu machen. Nicht nur lesen, auch über das Gelesene sprechen und diskutieren möchten wir mit unseren Leserinnen und Lesern. Dazu dienen die Veranstaltungen und Lesungen.
Wir freuen uns über Hinweise zu Veranstaltungsräumen (Bibliotheken, Galerien, Kulturhäuser…) und über Einladungen zu thematischen Veranstaltungen.

Den Namen Contra-Bass haben wir ausgewählt, da wir beide in unserer Jugend Kontrabass gespielt haben und auch die Liebe zur Literatur teilten, bevor unsere Wege zusammenliefen.
Seit mehr als 2 Jahrzehnten arbeiten wir als Pädagogen und Psychotherapeuten zusammen. Seit 1997 führen wir gemeinsam das Ferienzentrum Culture & Contact in der Provence.